Bürgerverein Elberfeld-Mitte appelliert an die Politik: „Platz Am Kolk als Bürgerplatz erhalten“

BriefIn einem dreiseitigen Brief an OB Jung und die Ratsfraktionen der Stadt Wuppertal fordert der Bürgerverein Elberfeld-Mitte, „dass durch die zuständigen Ratsgremien ein Erhalt des Platzes am Kolk als Freiraum für eine städtebauliche Weiterentwicklung in Verbindung mit der Kirche am Kolk, dem denkmalgeschützten Postgebäude, dem Rex-Theater und einer verkehrsberuhigten Straße (…) beschlossen wird.“

„Erweiterung der City-Arkaden wird nachteilige städtebauliche Auswirkungen haben“

Die Prognose des Bürgervereins, dass die jetzigen Planungen zur Erweiterung der City-Arkaden überwiegend nachteilige städtebauliche Auswirkungen haben werden, wird durch zahlreiche Fachmeinungen zum Beispiel von Professor Klaus Schäfer, Professor Arndt Jenne, dem Bund Deutscher Architekten und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege gestützt.

Ein Blick zurück nach vorn

ArtikelDer Brief weist darauf hin, dass der Platz am Kolk nach einer noch heute gültigen Gestaltungssatzung von 1991 auch von der Stadt Wuppertal als „städtebaulich bedeutsamer Bereich“ eingeschätzt wird, der „der Kirche Am Kolk ein angemessenes Umfeld“ schaffen soll.

Aus heutiger Sicht besonders bemerkenswert ist der vom Bürgerverein als Anlage hinzugefügte Zeitungsartikel „Platz Am Kolk: Ort der Begegnung mitten in der City“ aus dem Jahr 1993: Damalige städtische Planungen zur Umgestaltung des Platzes zu einem Ort der Begegnung wurden von der CDU (!) kritisiert, weil der Entwurf zu wenig Grünflächen vorsehen würde…

Download Brief „Platz Am Kolk als Bürgerplatz erhalten“
vom Bürgerverein Elberfeld-Mitte an den Oberbürgermeister und die Ratsfraktionen der Stadt Wuppertal, 2. Oktober 2013

Download Zeitungsartikel „Platz Am Kolk: Ort der Begegnung mitten in der City“
Wuppertaler Nachrichten, 26. Februar 1993

Lesen Sie auch in der WZ: Platz am Kolk: Offener Brief an Jung

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Wuppertal 2025 – unser Beitrag wurde nicht veröffentlicht

+++ Aktualisierung am 12. September 2013 +++
Knapp 14 Tage und viele E-Mails später ist nun auch unser Beitrag auf der städtischen Plattform zu finden! Nichtsdestotrotz bleibt der ursprüngliche Artikel lesenswert:

Zu unserem großen Bedauern wurde unser Beitrag zur Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025 „Neugestaltung Platz am Kolk und Umgebung“ trotz Nachfrage bis heute nicht auf der Internetseite der Stadt Wuppertal veröffentlicht.

Es ist uns zudem unverständlich, dass abweichend von der Ausschreibung, die bis zum 15. Juli 2013 auf der Internetseite der Stadt zu finden war, die Beiträge „aus Datenschutzgründen“ anonymisiert wurden und auf die Veröffentlichung von Anhängen ohne Angaben von Gründen „verzichtet wurde“, obwohl das Hochladen von Dokumenten ausdrücklich vorgesehen war (siehe Ausschreibung).
Somit ist davon auszugehen, dass auch weitere Beiträge oder wichtige Elemente dieser Beiträge wie erläuternde Fotos, Skizzen, Kartendarstellungen etc. der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Dies entspricht nicht unseren Vorstellungen von „größtmöglicher Transparenz“, die Oberbürgermeister Peter Jung in seinem „Dank für Engagement“ herausstellt.

Konzept_Wuppertal_2025Zu unserem Beitrag
Als Initiative, die sich kritisch zur bisher bekannten Planung zur Erweiterung der City-Arkaden äußert, möchten wir mit unserem Beitrag zeigen, dass wir nicht gegen, sondern für eine positive Veränderung in Wuppertal sind. Deshalb haben wir mit Unterstützung von Professor Klaus Schäfer (School of Architecture, Hochschule Bremen) eine differenzierte Ideenskizze entwickelt. Diese zeigt nicht nur eine Perspektive, wie eine Alternative zur Überbauung  des Platzes am Kolk aussehen könnte, sondern stellt auch Ansätze zur Realisierung vor.
Unser Beitrag mag – angesichts der Realpolitik Wuppertals – zunächst utopisch klingen. Doch Beispiele aus anderen Städten wie Ulm, Hannover, Paris oder Seoul machen deutlich, dass es möglich ist, neue Wege zu gehen. Dass unsere Ideen auch in Hinblick auf die angespannte Finanzlage Wuppertals grundsätzlich realisierbar ist, wurde uns von kompetenten Fachleuten bestätigt. Es bleibt allein die Frage: Meinen die zurzeit Verantwortlichen der Stadt Wuppertal ihren selbst proklamierten Slogan „Wuppertal macht was anders“ wirklich ernst …?

Unser wichtigstes Anliegen bleibt, einen konstruktiven Beitrag zu einer bürgerfreundlichen Entwicklung der Stadt Wuppertal zu leisten. Deshalb wünschen wir uns, dass unser Vorschlag zur Neugestaltung des Platzes am Kolk diskutiert und im Sinne der Bürger Wuppertals weiterentwickelt wird.

Fragen zum Projekt Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025
In der Umsetzung des Projektes „ Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025“ tauchen zunehmend Fragen auf:

  • Warum wurden die Beiträge anonymisiert – und warum wurde dies nicht im Vorfeld angekündigt?
  • Warum wurden Teilnehmer ermuntert, Anhänge (wie zum Beispiel Fotos, Skizzen, Kartendarstellungen …) hochzuladen, wenn diese dann nicht veröffentlicht werden?
  • Warum wird die Frage „Was passiert mit den eingereichten Anregungen?“ auf der Internetseite heute anders beantwortet als vor zwei Monaten?
  • Gibt es zum Beispiel die Arbeitskreise noch, die hier nun nicht mehr erwähnt werden?
  • Wenn ja, werden diese auch Vorschläge diskutieren, die (wie mindestens unserer) nicht oder nur teilweise veröffentlicht wurden?

Auf die Antworten zu diesen und den Fragen von Bündnis 90 /  Grünen (siehe „Kleine Anfrage“) sind wir gespannt….

Download Ausschreibungstext „Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025“, veröffentlicht bis zum 15. Juli 2015

Download  „Neugestaltung Platz am Kolk und Umgebung“ (Unser Beitrag zur Bürgerbeteiligung 2025)

SPD fordert schnelle Klärung

In ihrer aktuellen Ausgabe 07/2013 von „rat aktuell“ bestätigt die SPD, dass die Zeitplanung des am 20. Februar beschlossenen Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan Nr. 1185 – Platz am Kolk/Kipdorf (Erweiterung der City-Arkaden) nicht mehr einzuhalten ist. Sie äußert sich enttäuscht über die Investoren, die „entgegen früherer Aussagen nicht über die Grundstücke für die Erweiterungsflächen [verfügen]“.

Um die Diskussion über mögliche Konsequenzen fortsetzen – oder möglicherweise auch beenden – zu können, fordert die SPD, „dass möglichst bald die Grundsatzfrage der Realisierbarkeit des Projektes beantwortet wird.“

Die komplette Ausgabe „rat-aktuell“ können Sie hier herunterladen.
(Der Artikel befindet sich auf Seite 4)

Weitere Hintergrundinformationen zum Postgebäude in der WZ newsline vom 26. Juli 2013:
„Telekomgebäude am Kolk wird zum Verkauf ausgeschrieben“

Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025 – unser Vorschlag

Konzept_Wuppertal_2025

Unser Vorschlag zur
Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025
Klick auf das Bild öffnet das PDF

+++ Siehe auch Nachtrag 8. September 2013 +++
„Wuppertal 2025 –
unser Vorschlag wurde nicht veröffentlicht“

Das Projekt „Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025“ wird heiß diskutiert – die Verunsicherung können wir gut nachvollziehen: Eine Politik, die einerseits eine Erweiterung eines 08/15 Shopping-Centers befürwortet – also genau das anstrebt, was nun wirklich (fast!) jede kleinere, mittlere  und größere Stadt macht – und gleichzeitig mit dem Motto „Wuppertal macht was anders“ Punkte sammeln möchte, ist widersprüchlich und befindet sich an der Grenze der Glaubwürdigkeit.

Nichtsdestotrotz: Die Idee „Wuppertal macht was anders“ finden wir absolut gut und richtig. Denn die verträgt sich nun wirklich nicht mit der Erweiterung der City-Arkaden. Ob und welche politischen Entscheider das Motto tatsächlich ernst meinen, können wir nicht beurteilen – die weitere Entwicklung wird es zeigen. Denn wie heißt es so schön: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!“

Wir gehen im Moment noch ganz optimistisch davon aus, dass die Stadt offen für die Ideen der Bürger ist – und möchten deshalb einen konstruktiven Beitrag leisten!

Grundlage für unseren Vorschlag im Rahmen der Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025 sind die Anregungen, die wir durch Professor Klaus Schäfer im Rahmen unserer Veranstaltung am 6. Juni 2013 erhalten haben: Eine zukunftsweisende Stadtplanung orientiert sich an einer neuen Philosophie der Stadtentwicklung, nach denen eine Stadt bürgerfreundlicher, liebenswerter – und attraktiver werden kann. Keine Utopie – sondern in einigen deutschen Städten bereits gelebte Realität.

Diesen Vortrag fanden wir so inspirierend, dass wir eine differenzierte Ideenskizze entwickelt haben, wie sich eine solche Philosophie beispielhaft auf eine Neugestaltung des Platzes am Kolk übertragen lässt.
Somit gibt es nun nicht nur gute Argumente gegen die Erweiterung der City-Arkaden, sondern auch einen konkreten Ansatz, wie eine realisierbare Alternative aussehen könnte – die vielleicht sogar die Deutsche Telekom (die das Postgebäude laut Wuppertaler Rundschau zurzeit nicht an ECE verkaufen möchte) spannend finden könnte …

PDF-Download Ideenskizze Platz-am-Kolk, Die Wuppertaler

„Die Stadt gehört uns“ – Flashmob auf dem Platz am Kolk

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Am Samstag, den 22. Juni 2013, vermittelten 70 engagierte Bürger Wuppertals einen  ersten Eindruck, wie sich der Platz am Kolk durchaus auch für eine lebendige Nutzung eignet.
Begleitet vom Beifall der Glocken der Alten lutherischen Kirche am Kolk versammelte sich ein bunt-gemischter Flashmob mit Sonnenhüten, Büchern, Tennisschlägern, Frisbee-Scheiben, Fahrrädern und diversen Musikinstrumenten und zeigte, dass es außer Shopping noch jede Menge anderer Möglichkeiten der Freizeitgestaltung gibt. Perfekt ausgestattet präsentierte sich auch Bundestagsabgeordneter Dr. Hermann Ott mit sportlicher Brille, Sonnenblumen, Gießkanne und grüner Picknickdecke.

 

 

Und noch ein paar Fotos:

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Einzelhandels- und Dienstleistungsverband fordert Bürgerbeteiligung

In einem Brief an den Vorsitzenden des Ausschusses Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen, Michael Müller, fordert der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes, Georg-Eicke Dalchow, den für den 20. Februar 2013 geplanten „Beschluss über die Bauleitplanung zurückzustellen und das Verfahren so zu organisieren, dass eine Bürgerbeteiligung möglich ist.“

Lesen Sie hier den Original-Text:

An den Vorsitzenden
des Ausschusses Stadtentwicklung,
Wirtschaft und Bauen
Herrn Michael Müller

Bauleitplanverfahren Nr. 1185 – Platz am Kolk/Kipdorf

Sehr geehrter Herr Müller,

seit dem 12.02.2013 liegt uns die Einladung zur gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen vor, bei der u.a. auch der Bebauungsplan Nr. 1185 – Platz am Kolk / Kipdorf auf der Tagesordnung steht.

Die Beschlussvorlagen erwecken den Eindruck, als sei die Entscheidung für eine Erweiterung der City Arkaden i.V.m. der Überbauung des Platzes am Kolk und der Umwandlung der Straße Kipdorf in eine Sackgasse bereits gefallen.

Offensichtlich geht es bei dem Planungsprozess nur noch darum, dass die Auswirkungen „sorgsam ermittelt und betrachtet werden“ und dass „Strategien aber auch Reglementierungen zur Verhinderung bzw. Reduzierung von möglichen negativen Auswirkungen“ festgelegt werden.

Von einer Diskussion über Alternativen der Planung bzw. von einem möglichen Verzicht der Überbauung des Plates am Kolk ist nirgends die Rede.

Soweit wir informiert sind, soll ein endgültiger Beschluss der Planungen bereits im Frühjahr 2014 erfolgen.

Dieses Vorgehen lässt eine umfassende und ergebnisoffene Diskussion nicht zu.

Gerade eine solche Erörterung ist aber erforderlich, weil das Vorhaben in sehr erheblicher Weise in die städtebauliche und wirtschaftliche Struktur in Elberfeld eingreift.

Wir möchten Sie deshalb hiermit dringend bitten, einen Beschluss über die Bauleitplanung zurückzustellen und das Verfahren so zu organisieren, dass eine Bürgerbeteiligung möglich ist, bevor die Aufstellung eines Bauungsplanes beschlossen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Georg-Eicke Dalchow
stellv. Hauptgeschäftsführer
Rheinischer Einzelhandels- und Dienstleistungsverband

14. Februar: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN präsentieren Alternativ-Konzept für Platz am Kolk

Sitzplätze gab’s keine mehr: Die Präsentation eines Alternativ-Konzeptes zur Gestaltung des Postparkplatzes (Platz am Kolk) im Gemeindehaus der Alten lutherischen Kirche am Kolk stieß auf lebhaftes Interesse: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN zeigten ihre Idee einer begrünten Fläche mit Außengastronomie und einem dezenten Engagement der ECE (?) mit Einzelhandelsflächen im derzeitigen Postgebäude. Kurz: Einen attraktiv gestalteten Platz, der Freiraum lässt und die Innenstadt Elberfelds mit Leben füllen könnte.
Erfreulich anders als das bisherige politische Vorgehen rund um die Erweiterung der City-Arkaden war die Tatsache, dass BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN die Idee zur Diskussion stellten und abweichende Meinungen zu Details offenkundig als Bereicherung empfanden: „Natürlich ist das erst ein Anfang – Ihre Anregungen werden wir für die Vertiefung der weiteren Planung mitnehmen…“, so Anja Liebert, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende  von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN. 
Einhellig der Tenor im Publikum: Für eine Erweiterung der City-Arkaden im geplanten Umfang sprach sich im vollen Gemeindesaal niemand aus.
Ob es nun sinnvoll ist, den Kipdorf autofrei zu gestalten oder nicht – darüber waren die Meinungen geteilt. Trotzdem erschien das Konzept allemal perspektivenreicher für die Stadt Wuppertal als ein Konsumkoloss, der einzig dem wirtschaftlichen Interesse eines externen Großinvestors dient.
Gern hätte mancher auch eine konstruktiv-kritische Meinung einer der „ergebnisoffenen“ vorläufigen Befürworter der aktuellen Planungen zur Erweiterung der City-Arkaden gehört – doch die waren entweder sehr still oder einfach nicht anwesend. So kommen Zweifel auf: Besteht bei den Entscheidern überhaupt Bedarf an einer offenen Diskussion und Alternativ-Konzepten oder ist die Erweiterung der City-Arkaden trotz aller gegenteiligen Beteuerungen ohnehin eine längst beschlossene Sache?

Platz-am-Kolk

Statt Beton oder modernistischer Glasfassade: Ein offener, begrünter Platz, der Raum für Begegnungen schafft

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