„Zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufscentern“ (Zusammenfassung)

Empfehlungen des Landes NRW für politische Entscheidungsträger und Übertragung auf das Vorhaben „Erweiterung City-Arkaden“

Broschüre_MWEBWV_querIm Januar 2011 veröffentlichte das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr (MWEBWV) des Landes Nordrhein-Westfalen die Studie „Zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufscentern“.
Mit dieser Broschüre, die sich an eine interessierte Öffentlichkeit und vor allem an politische Entscheidungsträger in Kommunen richtet, sollen „den Rathäusern schnell und anschaulich lesbare Empfehlungen zum Umgang mit dem schwierigen und hochsensiblen Thema „innerstädtische Einkaufscenter“ an die Hand gegeben werden.“

Die Lektüre macht schnell deutlich, dass die bisher bekannte Planung zur Erweiterung der City-Arkaden in wesentlichen Punkten nicht den Empfehlungen des Ministeriums entspricht.
Der folgende Text fasst die Inhalte der 44-seitigen Publikation von Rolf Junker, Dr. Gerd Kühn und Dr. Holger Pump-Uhlmann zusammen.
Die hier dargestellte Essenz und vor allem auch die Übertragung auf das Vorhaben „Erweiterung City-Arkaden“ ist von dem Stadtplaner und Mitautoren Rolf Junker auf fachliche Richtigkeit überprüft worden. Dafür danken wir ihm an dieser Stelle sehr herzlich!
Leser, die sich umfassend mit der Thematik auseinandersetzen möchten, können die komplette Broschüre hier downloaden.
(Wenn Sie den nun folgenden etwas längeren Text nicht am PC lesen, sondern ausdrucken möchten, können Sie ihn hier als PDF herunterladen)

Anmerkungen zum Verständnis von Stadt

Die Empfehlungen des Landes NRW zu innerstädtischen Einkaufscentern im Allgemeinen – und die hier ergänzten Einschätzungen zur Erweiterung der Wuppertaler City-Arkaden im Speziellen – resultieren aus einem gleichermaßen traditionellen wie langlebigen Verständnis von Stadt. Dies bedeutet, dass der städtische (öffentliche) Raum durch Offenheit, Verschiedenartigkeit und Überraschungen eine geeignete Bühne für ein spannungsreiches Verhältnis zwischen der privaten und öffentlichen Sphäre bildet.
In der Tradition der europäischen Stadt sind die meisten Innenstädte noch immer das Aushängeschild für die Gesamtstadt. Sie sorgen für Identifikation und Identität nach Innen und für das Image nach außen.
Das den Empfehlungen zugrunde liegende Verständnis von Stadt und Stadtentwicklung lässt Veränderungen wie die Ansiedlung eines Einkaufscenters durchaus zu. Doch um bewährte und zukunftsfähige Grundsätze urbaner Lebensräume nicht zu verletzen und eine liebenswerte Stadt zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien bei der Planung und Umsetzung eines solchen Vorhabens berücksichtigt werden.

Grundsätzliches zum Planungsverfahren bei der Ansiedlung 
von Shopping Centern

Die zentrale Botschaft der Studie ist, dass politische Entscheider und Verwaltung mit Centerbetreibern auf Augenhöhe verhandeln. Dies beinhaltet zum einen, dass die lokalen Entscheider ihr Wissen über das komplexe Wirkungsgeflecht, das Einkaufscenter auslösen, deutlich erweitern. Zum anderen muss ein klares Zielsystem entwickelt werden, das zum Maßstab für alle Entscheidungen zur Stadtentwicklung wird. Idealerweise übernimmt die Kommune die aktive Rolle, um einen geeigneten Investor auszuwählen und das Verfahren von Anfang an selbst zu steuern.

Für das Vorhaben in Wuppertal hat diese Forderung folgende Konsequenzen: Im ersten Schritt müssen Entwicklungsvorstellungen für die Innenstadt formuliert werden (Masterplan); hierzu gehört auch die Beantwortung der Frage, ob das Center überhaupt erweitert werden soll. Sofern diese Frage bejaht wird, müssen in einem zweiten Schritt klare Eckpunkte für das geplante Vorhaben aufgestellt werden. Es muss also formuliert werden, wie sich die Stadt das Center vorstellt. Nur so wird die Planungshoheit der Stadt tatsächlich gewahrt und nicht dem Centerentwickler überlassen. Vorbildliche Beispiele für ein selbstbewusstes städtisches Vorgehen sind aktuell in Mainz und Offenburg zu verfolgen.

Das in der Vorlage zum Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan Platz am Kolk / Kipdorf vorgeschlagene Moderationsverfahren wird diesem Anspruch nicht gerecht, weil die Grundsatzentscheidung bereits fest steht und der Entwickler zu diesem verfrühten Zeitpunkt mit am Tisch sitzt.

Ohne Masterplan mit ausformulierten Zielvorstellungen hat die Stadt Wuppertal keine nachvollziehbare und transparente Orientierung für stadtplanerische Entscheidungen. Gegenüber dem Investor ECE begibt sich die Stadt bisher in eine passive Rolle und erklärt aus einer defensiven Grundposition heraus: „Wir freuen uns, dass sich überhaupt ein Investor für Wuppertal interessiert.“ Vor dem Hintergrund einer solchen Haltung ist kaum zu erwarten, dass die Stadt Wuppertal selbstbewusst Forderungen an Centerentwickler stellt, die einer positiven Entwicklung der Innenstadt dienen werden.

Prüfkriterien für die Center-Verträglichkeit

Für ein Center, das nicht nur dem Entwickler, sondern auch der Stadt dient, formuliert die Studie „Zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufscentern“ des Landes NRW – neben der grundsätzlichen Haltung zum Stadtverständnis – folgende konkrete Prüfkriterien:

1.    Größe des Centers und Branchenmix
2.    Lage des Centers
3.    Städtebauliche Einbindung
4.    Gebäudetypologie und Architektur
5.    Nutzungen und Zugangsbeschränkungen

1. Größe des Centers und Branchenmix

Um größere Umwälzungen in der Struktur des bestehenden Geschäftsbereiches zu vermeiden, müssen nach den Empfehlungen des Ministeriums die Flächenerweiterungen durch ein Einkaufscenter in einem moderaten Rahmen gehalten werden. Das bedeutet, dass bei einer durchschnittlich ausgestatteten Innenstadt eine Verkaufsflächenerweiterung von 15 Prozent bezogen auf die vorhandene innerstädtische Verkaufsfläche sowie bei Centern, die größer als 15.000 m2 sind, sehr genau hingeschaut werden muss.

Bevor überhaupt weiter diskutiert werden kann, verlangt das Vorhaben in jedem Fall eine objektive und neutrale Verträglichkeitsanalyse, die von der Stadt in Auftrag gegeben wird. Diese muss auch die Entwicklungen am Döppersberg und die städtische bzw. regionale Konkurrenzsituation berücksichtigen. Zudem sollte der Branchenmix in großen Teilen eine Ergänzung zum bereits vorhandenen innerstädtischen Angebot darstellen. Bei einer Duplizierung würde der vorhandene Hauptgeschäftsbereich wegen der Managementsvorteile des Centers in aller Regel zweiter Sieger bleiben.

2. Lage des Centers

Laut MWEBWV sind Center in Randlage – auch dann, wenn sie über eine direkte Anbindung an den Hauptgeschäftsbereich verfügen – besonders kritisch zu prüfen. Gerade in der Randlage führen sie wegen ihrer Größe stets zu Ungleichgewichten in der Struktur der Geschäftslagen. Wenn ein Center an einem Pol der Innenstadt lokalisiert ist, muss ein etwa gleich großer Gegenpol wie ein Warenhaus oder anderer Einkaufsmagnet vorhanden sein.

Die bestehenden City-Arkaden und die nach den bisher veröffentlichten Planungen bekannte Erweiterung liegen zwar in der Nachbarschaft des Hauptgeschäftsbereiches, sind an diesen jedoch nur unzureichend angebunden. So wird die Fußgängerzone deutlich zu Ungunsten der Innenstadt verlagert, was bereits bei den bestehenden City-Arkaden zu erheblichen Nachteilen für den gewachsenen Einzelhandel geführt hat.

Auch die Erweiterung, verbunden mit weiteren rund 600 Metern 1a-Lage würde nicht in Richtung der heutigen Fußgängerzone erfolgen. Im Gegenteil: Der Schwerpunkt würde sich weiter von der Fußgängerzone weg in einen Bereich verschieben, in dem heute gar kein Einzelhandel stattfindet. Die unvermeidliche Folge ist eine deutliche Verschärfung der bisher schon zu beobachtenden der Dominanz des Centers. Die zu erwartende Verschiebung der Laufwege hätte zwangsläufig einen rückläufigen Einzelhandel in ganzen Innenstadtbereichen und damit eine deutliche Zunahme der bereits vorhandenen Leerstände zur Folge.

3. Städtebauliche Einbindung

Die Autoren der Studie empfehlen, innerstädtische Raumstrukturen zu beachten und vorhandene Wegeverbindungen zu erhalten. Je zahlreicher die Eingänge in das Center sind, desto leichter ist die zu wünschende Vernetzung mit dem öffentlichen Raum zu erreichen.

Zugleich sollte das Attraktivitätsgefälle zwischen dem Center und dem vorhandenen öffentlichen Raum so gering wie möglich gehalten werden. Daher sollte vor Baubeginn über die Steigerung der Attraktivität innerstädtischer Räume nachgedacht und entsprechende Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden.
Die bisherigen City-Arkaden entsprechen dem klassischen Grundschema eines geschlossenen Einkaufscenters. Sie zeigen eine konsequente Innenorientierung und Abgeschlossenheit des Baukörpers, ohne mit vorhandenen innerstädtischen Baustrukturen zu korrespondieren –
und dies in einer besonders verschärften Form: Neben ihrer Introvertiertheit respektieren sie zudem noch nicht einmal das vorhandene Straßennetz: So wurde die Morianstraße einfach überbaut. Bei der jetzt angedachten Erweiterung wird dieses Prinzip auf die Spitze getrieben werden müssen. Der Entwickler wird zusätzlich die Überbauung – möglicherweise sogar die Schließung – der Straße Kipdorf verlangen, da er die für ihn so wichtigen geschlossenen Lauflagen erzeugen will.

Der Charakter einer isolierten „Stadt in der Stadt“ wird auf diese Weise massiv gefördert, gleichzeitig werden Randbereiche weiter entwertet. Eine Vernetzung mit der Innenstadt ist kaum noch möglich. Und damit nicht genug: Die heutige Fußgängerzone wird zum Anhängsel der neuen Mall.

Die bisherige Argumentation, durch das Vorhaben werde (ohne Finanzaufwand der Stadt) die Attraktivität der Innenstadt gestärkt, heißt also: Die Erweiterung des Shoppings Center soll im Wesentlichen die Defizite der bestehenden Innenstadt kompensieren. Zu Ende gedacht bedeutet dies jedoch, dass die vergrößerten City-Arkaden die gewachsene Innenstadt langfristig ersetzen. Hier wird ein Stück Stadt verkauft und die Stadtgesellschaft verliert jeden Einfluss. Spätestens hier zeigt sich, wie dringend notwendig ergebnisoffene Zieldiskussionen zur Innenstadt und zum Objekt sind!

4. Gebäudetypologie und Architektur

Die Größe des Baukörpers sollte nicht nur aus Gründen der Einzelhandelsverträglichkeit, sondern vor allem auch aus Gründen der städtebaulichen Verträglichkeit beschränkt werden. Das Interesse vieler Investoren, einen nicht auf die vorhandenen innerstädtischen Baustrukturen Bezug nehmenden Baukörper zu konzipieren, liegt grundsätzlich nicht im Interesse der Stadt. Idealerweise werden die baulichen und architektonischen Strukturen eines Centers so entwickelt, dass es sich mit deutlich mehr als drei Zugängen zum öffentlichen Raum öffnet und in seiner Erscheinung mit dem bestehenden Raum korrespondiert. Die Geschäfte sollten nicht nur vom Inneren der Mall aus zugänglich sein, sondern möglichst auch von außen. So wird nicht nur die Durchlässigkeit zwischen Center und Stadtraum erhöht, sondern vielmehr auch der architektonisch-gestalterische Bezug auf die Stadt optimiert, indem die Gestaltung echter Fassaden erforderlich wird.

Grundsätzlich sollte sich die Architektur der Center an die Architektur der Städte anpassen. Center sollten ihr urbanes Umfeld respektieren, sich diesem öffnen und einen Bezug zu ihm herstellen. Es darf nicht darauf hinauslaufen, die Stadt zugunsten des Centers umzubauen und sie an die Bedürfnisse des Centers anzupassen.

Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Planungen zur Architektur der erweiterten City-Arkaden veröffentlicht wurden, lässt die bereits veröffentlichte Skizze erahnen, dass die vorgenannten Anforderungen in keinster Weise erfüllt werden sollen. Zu befürchten ist vielmehr ein „Mehr-Desselben“, das durch einen monolithischen Baukörper mit abweisenden Fassaden und einer introvertierten Struktur gekennzeichnet ist. Die Aufwertung der privaten Innenwelt des Centers würde mit einer deutlichen Abwertung des öffentlichen Raums in der Nachbarschaft einhergehen.

5. Nutzungen und Zugangsbeschränkungen

Nach Einschätzung des Ministeriums sind monostrukturierte Einkaufscenter insbesondere bei großen Centern und solchen, die einen hohen Anteil an der innerstädtischen Nutzfläche einnehmen, aus städtischer Sicht nicht sinnvoll. Es sollten vielmehr gemischte Nutzungen mit Handel, Gewerbe, Wohnen und Kultur angestrebt werden.

Für die Stadt ist es besser, wenn Zugangsbeschränkungen und Barrieren zwischen den öffentlichen Räumen der Innenstadt und dem privaten Einkaufscenter vermieden werden. Private Zugangesregelungen wie Schließzeiten in den Nachtstunden und an Feiertagen, Ausgrenzungen von bestimmten Bevölkerungsgruppen und Verhaltensaufforderungen („Hausordnungen“) sind kritisch zu hinterfragen. Die Kommunen sollten in städtebaulichen Verträgen darauf hinwirken, dass es keinerlei Zugangsbeschränkungen gibt – weder zeitlich noch für bestimmte Personengruppen.

Da das geplante Vorhaben „Erweiterung der City-Arkaden“ heißt und nicht etwa „Neukonzeption“ oder ähnlich, ist davon auszugehen, dass die bestehende Nutzungsstruktur grundsätzlich unverändert bleiben soll. Dies bedeutet, dass die aktuell bestehenden Zugangsbeschränkungen (Öffnungszeiten, Hausordnung) beibehalten werden sollen. Bei der geplanten Dimensionierung hat dies zur Folge, dass eine Fläche, die in der Größe etwa der gesamten übrigen Innenstadt Elberfelds entspricht, von der Öffentlichkeit nicht mehr uneingeschränkt genutzt werden kann und den im Prinzip willkürlichen Regeln eines privaten Betreibers unterworfen ist. Zudem wird eine Monostruktur entstehen, die mit klassischen urbanen Situationen nichts mehr gemein hat.

Fazit

Die zum heutigen Zeitpunkt zu erwartende Realisierung des Vorhabens widerspricht in wesentlichen Punkten den Empfehlungen des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die bisherige Herangehensweise von Politik und Verwaltung und die bereits bekannten bzw. ableitbaren Planungsabsichten lassen befürchten, dass in Wuppertal eine Vielzahl bekannter Fehler bei der Ansiedlung innerstädtischer Einkaufscenter wiederholt werden. Wenn dies der Fall ist, wird die Erweiterung der City-Arkaden aller Voraussicht nach gravierende Folgen für die Attraktivität und den Einzelhandel der gesamten übrigen (Innen-)Stadt haben.

In der nach bestehendem Kenntnisstand geplanten Überdimensionierung der City-Arkaden liegt vor allem die Gefahr, dass die gewachsene Innenstadt Elberfeld in den Hintergrund der Wahrnehmung rückt. In der Konsequenz würden der Charakter und die Identität der Stadt Wuppertal weitreichend verloren gehen. Die Innen- und Außenwahrnehmung Elberfelds würde sich in Zukunft auf ein Shopping Center reduzieren, wie es so oder so ähnlich bereits in vielen anderen Innenstädten vorzufinden ist.

Die Zusammenfassung der Studie „Zum Umgang mit innerstädtischen Shoppingcentern“ des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW und die Übertragung auf das Vorhaben „Erweiterung City-Arkaden“ wurde vom Stadtplaner Rolf Junker und Mitautor der Broschüre auf fachliche Richtigkeit überprüft.

Die Wuppertaler
September 2013

Download der Broschüre des Ministeriums (PDF, 44 Seiten)

Download der Zusammenfassung und Übertragung auf die City-Arkaden (PDF, 6 Seiten)

Wir Wuppertaler müssen was anders machen! Unser Beitrag zum Thema Döppersberg

jung-braucht-geldUm die City-Arkaden ist es etwas ruhiger geworden – umso lauter wird aktuell die Diskussion um den Umbau des Döppersberg. Weil der politische Wahnsinn in Wuppertal sich offensichtlich auch nicht auf ein Projekt beschränkt, haben wir uns entschlossen, unser Themenspektrum zu erweitern.

35.000.000 zusätzlich für den Döppersberg
Das bedeutet: Jeder Wuppertaler ist nun mit 100,00 EUR dabei: Sie. Und Sie. Und Sie. Und Ihre Eltern und Kinder, natürlich. Jeder Wuppertaler.
Und wer sich an Stuttgart, die Elbphilharmonie in Hamburg oder den Berliner Flughafen erinnert, ahnt bereits, dass es dabei vermutlich nicht bleiben wird.

Download Flugblatt

Von diesem Geld könnte man zum Beispiel …
•    neue Kindergartenplätze schaffen
•    marode Schulgebäude renovieren
•    unsere Schwimmbäder wieder betreiben
•    das Schauspielhaus erhalten
•    Wuppertals verfallene Treppen sanieren
•    beschädigte Straßen wieder instand setzen
•    die Gewerbesteuer senken und damit neue Firmen ansiedeln
•    für Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sorgen…
… und sicher fällt Ihnen auch noch das ein oder andere ein.

Stattdessen geben Politik und Verwaltung Geld, das sie nicht haben, für ein Prestige-Objekt aus. Sicher ist der Umbau des Döppersberg sinnvoll – dieser wäre vermutlich aber weit preiswerter zu realisieren. Vielleicht eben nicht ganz so spektakulär.
Finanziert werden soll das Projekt durch einen Verzicht auf die vielen kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen – und durch den Ausverkauf von städtischem Eigentum: So soll zum Beispiel der Platz am Kolk an einen Investor verkauft werden, damit dieser uns ein noch größeres, seelenloses Shopping Center vor die Nase setzt. Hier können Sie dann endlich mal  das Geld ausgeben, das Sie dann auch nicht (mehr) haben.
Und damit wären wir auch schon wieder beim Thema City-Arkaden…

„Wuppertal – macht was anders“ (!)
Wir haben die Aufforderung der Düsseldorfer Werbeagentur Scholz & Friends, Oberbürgermeister Peter Jung und Stadtdirektor Johannes Slawig an uns Wuppertaler nun verstanden. Sie haben recht:

Wir Wuppertaler müssen was anders machen!

Siehe auch njuuz-Kommentar von Hendrik Stötter:
„Das Projekt Döppersberg muss neu gedacht werden“

Wuppertal 2025 – unser Beitrag wurde nicht veröffentlicht

+++ Aktualisierung am 12. September 2013 +++
Knapp 14 Tage und viele E-Mails später ist nun auch unser Beitrag auf der städtischen Plattform zu finden! Nichtsdestotrotz bleibt der ursprüngliche Artikel lesenswert:

Zu unserem großen Bedauern wurde unser Beitrag zur Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025 „Neugestaltung Platz am Kolk und Umgebung“ trotz Nachfrage bis heute nicht auf der Internetseite der Stadt Wuppertal veröffentlicht.

Es ist uns zudem unverständlich, dass abweichend von der Ausschreibung, die bis zum 15. Juli 2013 auf der Internetseite der Stadt zu finden war, die Beiträge „aus Datenschutzgründen“ anonymisiert wurden und auf die Veröffentlichung von Anhängen ohne Angaben von Gründen „verzichtet wurde“, obwohl das Hochladen von Dokumenten ausdrücklich vorgesehen war (siehe Ausschreibung).
Somit ist davon auszugehen, dass auch weitere Beiträge oder wichtige Elemente dieser Beiträge wie erläuternde Fotos, Skizzen, Kartendarstellungen etc. der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Dies entspricht nicht unseren Vorstellungen von „größtmöglicher Transparenz“, die Oberbürgermeister Peter Jung in seinem „Dank für Engagement“ herausstellt.

Konzept_Wuppertal_2025Zu unserem Beitrag
Als Initiative, die sich kritisch zur bisher bekannten Planung zur Erweiterung der City-Arkaden äußert, möchten wir mit unserem Beitrag zeigen, dass wir nicht gegen, sondern für eine positive Veränderung in Wuppertal sind. Deshalb haben wir mit Unterstützung von Professor Klaus Schäfer (School of Architecture, Hochschule Bremen) eine differenzierte Ideenskizze entwickelt. Diese zeigt nicht nur eine Perspektive, wie eine Alternative zur Überbauung  des Platzes am Kolk aussehen könnte, sondern stellt auch Ansätze zur Realisierung vor.
Unser Beitrag mag – angesichts der Realpolitik Wuppertals – zunächst utopisch klingen. Doch Beispiele aus anderen Städten wie Ulm, Hannover, Paris oder Seoul machen deutlich, dass es möglich ist, neue Wege zu gehen. Dass unsere Ideen auch in Hinblick auf die angespannte Finanzlage Wuppertals grundsätzlich realisierbar ist, wurde uns von kompetenten Fachleuten bestätigt. Es bleibt allein die Frage: Meinen die zurzeit Verantwortlichen der Stadt Wuppertal ihren selbst proklamierten Slogan „Wuppertal macht was anders“ wirklich ernst …?

Unser wichtigstes Anliegen bleibt, einen konstruktiven Beitrag zu einer bürgerfreundlichen Entwicklung der Stadt Wuppertal zu leisten. Deshalb wünschen wir uns, dass unser Vorschlag zur Neugestaltung des Platzes am Kolk diskutiert und im Sinne der Bürger Wuppertals weiterentwickelt wird.

Fragen zum Projekt Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025
In der Umsetzung des Projektes „ Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025“ tauchen zunehmend Fragen auf:

  • Warum wurden die Beiträge anonymisiert – und warum wurde dies nicht im Vorfeld angekündigt?
  • Warum wurden Teilnehmer ermuntert, Anhänge (wie zum Beispiel Fotos, Skizzen, Kartendarstellungen …) hochzuladen, wenn diese dann nicht veröffentlicht werden?
  • Warum wird die Frage „Was passiert mit den eingereichten Anregungen?“ auf der Internetseite heute anders beantwortet als vor zwei Monaten?
  • Gibt es zum Beispiel die Arbeitskreise noch, die hier nun nicht mehr erwähnt werden?
  • Wenn ja, werden diese auch Vorschläge diskutieren, die (wie mindestens unserer) nicht oder nur teilweise veröffentlicht wurden?

Auf die Antworten zu diesen und den Fragen von Bündnis 90 /  Grünen (siehe „Kleine Anfrage“) sind wir gespannt….

Download Ausschreibungstext „Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025“, veröffentlicht bis zum 15. Juli 2015

Download  „Neugestaltung Platz am Kolk und Umgebung“ (Unser Beitrag zur Bürgerbeteiligung 2025)

„Der Platz am Kolk gehört dem Volk!“

Infostand_AK_Die-Wuppertaler_1Man könnte meinen, das Thema „City-Arkaden“ sei im Moment nicht interessant, zumal die geplante Erweiterung des Shopping Centers zurzeit kaum in den Medien präsent ist. Der Infostand des Aktionskreises Die Wuppertaler unter dem Motto „Der Platz am Kolk gehört dem Volk!“ zeigte jedoch das genaue Gegenteil: Viele Bürger wollten sich informieren, ihrer Frustration über die lokale Politik Wuppertals Luft machen und zeigten ein einhelliges Stimmungsbild.

„Die machen unser schönes altes Wuppertal kaputt!“
Die Sorge um Wuppertal war nicht allein von älteren Mitbürgern zu hören – auch viele jüngere Menschen unter 30 bezogen klare Position. Im Zeitraum zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr interessierten sich am gestrigen Samstag mehrere hundert Passanten – und äußerten vielfach eine klare Meinung: „Noch größere City-Arkaden braucht kein Mensch!“ oder „Wir haben schon genug Leerstände!“  oder „Die Stadt darf den Platz am Kolk nicht verkaufen!“.

„Keine Partei!“
Einige Passanten, die den Infostand des Aktionskreises zunächst für eine Wahlwerbung hielten, interessierten sich erst nach dem ausdrücklichen Hinweis „Dies ist keine Partei!“ und äußerten dann ihre Empörung: „Die machen mit uns doch sowieso nur, was sie wollen!“ Es wurde deutlich: Die viel zitierte Politikverdrossenheit ist eigentlich „nur“ eine Parteienverdrossenheit. Viele Menschen zweifeln daran, dass ihre politischen Vertreter tatsächlich Bürgerinteressen vertreten.

Brief_OB_Jung„Sehr geehrter Herr Jung …“
Entsprechende Resonanz erhielt auch der vom Aktionskreis vorbereitete Brief an Oberbürgermeister Peter Jung. Der Brief fordert eine grundsätzliche Neuorientierung in der Stadtplanung und eine Absage an die Fortsetzung der bisher bekannt gewordenen Planungen zur Erweiterung der City-Arkaden. Herr Jung darf sich in den nächsten Tagen also wieder auf Post freuen… Alle Leser, die nicht am Infostand waren, können den Brief hier herunterladen.

„Viel Erfolg!“
Der Aktionskreis Die Wuppertaler hatte einen in dieser Vehemenz kaum erwarteten Zuspruch: Viele Menschen appellierten „Bleibt dran!“, „Macht bitte weiter!“ und wünschten „Viel Erfolg!“

Die Alternative für den Platz am Kolk –
unser Vorschlag zur Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025
Konzept_Wuppertal_2025

Eine zukunftsweisende Stadtplanung orientiert sich an einer neuen Philosophie der Stadtentwicklung, nach denen eine Stadt bürgerfreundlicher, liebenswerter – und attraktiver werden kann. Wie wie sich eine solche Philosophie beispielhaft auf eine Neugestaltung des Platzes am Kolk übertragen lässt, zeigen wir in einer Ideenskizze, die wir auch im Rahmen der Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025 eingereicht haben.
Somit gibt es nun nicht nur gute Argumente gegen die Erweiterung der City-Arkaden, sondern auch einen konkreten Ansatz, wie eine realisierbare Alternative aussehen könnte – die vielleicht sogar die Deutsche Telekom spannend finden könnte …

 

WZUnd das schreibt die WZ…

 

 

 

Das nächste Treffen
des Aktionskreises Die Wuppertaler findet am Dienstag, den 10. September um 19:00 Uhr im Gemeindesaal der Alten lutherischen Kirche am Kolk statt:
Nebeneingang Schöne Gasse 5
42103 Wuppertal

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Der Aufbau und erster Besuch: „Die Stadt darf den Platz am Kolk nicht verkaufen!“

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Eine große Volkspartei zeigt deutlich weniger Durchhaltevermögen …

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Ein Teil des Aktionskreis-Teams: Anke Schulz, Hans Werner Möller, Hans Josef Hartmann, Stephan Mielke, Thomas Pusinelli (v.l.)

Materialien am Infostand:

FlugblattDas Flugblatt

Das Flugblatt können Sie hier downloaden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Broschüre_MWEBWVDie Broschüre „Zum Umgang mit innerstädtischen Einkaufscentern“

ist eine Empfehlung des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und richtet sich an kommunale Politiker. Sie macht deutlich, dass die geplante Erweiterung der City-Arkaden diesen Empfehlungen nicht entsprechen.
Wenn unsere Lokalpolitiker dieses Werk schon nicht lesen, können Sie es jetzt tun.

Hier downloaden

 

 

Postkarte_Platz-am-Kolk„Postkarte Platz am Kolk“

Postkarte_LeerstandPostkarte „Leerstand“

Aktiv und engagiert: Der Aktionskreis Die Wuppertaler

Aktionskreis_Logo_Mitte

Der Aktionskreis Die Wuppertaler ist eine Gruppe engagierter Bürger und Einzelhändler der Stadt Wuppertal. Der Aktionskreis setzt sich dafür ein
•    die geplante Erweiterung der City-Arkaden zu verhindern,
•    eine neue Gestaltungslösung für den Platz am Kolk zu finden und
•    eine lebendige Elberfelder Innenstadt zu erhalten.

Der Aktionskreis möchte mit unterschiedlichen Aktionen zu einem demokratischen Diskussionsprozess beitragen und Bürger der Stadt Wuppertal überzeugen, sich für ein neues Konzept der Stadtplanung einzusetzen. 
Deshalb informiert der Kreis auf unterschiedlichen Wegen über die aktuelle Situation und die möglichen Konsequenzen von politischen Entscheidungen, die diesem Ziel entgegenlaufen.

Die übergeordneten Ziele des Aktionskreises Die Wuppertaler

Der Aktionskreis möchte, dass Wuppertal attraktiver wird – für Bürger, Unternehmen und Besucher. Deshalb fordert er eine Neuorientierung in der Stadtplanung und möchte, dass Politik und Verwaltung nachhaltige Lösungen entwickeln.

Nachhaltigkeit und eine zukunftsorientierte Stadtplanung bedeuten,

  • eine lebendige Innenstadt mit kurzen Wegen und einer attraktiven Gestaltung von Gebäuden und Freiflächen anzustreben,
  • die Nutzungsvielfalt zu erhöhen und ein Milieu urbaner Qualität in der Verbindung aus Arbeiten, Wohnen und Einkaufen zu schaffen,
  • nicht auf riskante und langfristig kaum kalkulierbare Großprojekte zu setzen, sondern einer langsamen und stetigen Stadtentwicklung den Vorzug zu geben,
  • dem PKW-gebunden Individualverkehr eine geringere Priorität einzuräumen,
  • die Attraktivität bzw. Zentralität der Stadt nicht allein auf den Aspekt, „Einzelhandelsstandort“ zu reduzieren, sondern Aspekte wie Lebensqualität, Kultur und städtebauliche Ästhetik gleichermaßen zu berücksichtigen,
  • statt einer Privatisierung des öffentlichen Raums die bestehenden Hoheitsrechte und somit alle Steuerungs- und Gestaltungsmöglichkeiten langfristig zu sichern,
  • die Möglichkeit offen zu halten, Anpassungen an sich verändernde Rahmenbedingungen (Gesetzgebung, Kaufkraftentwicklung, Bevölkerungsentwicklung, Vorstellungen der Bürger) vornehmen zu können,
  • den eigenen Charakter der Stadt Wuppertal in der Innen- und Außenwahrnehmung zu erhalten und Lösungswege zu finden, die dieses Bild mit weiteren Inhalten füllen.

Die geplante Erweiterung der City-Arkaden mit einer Überbauung des Platzes am Kolk steht beispielhaft für eine politische Entscheidung, die diesen Zielen genau entgegengesetzt ist. 
Deshalb konzentrieren sich die Aktivitäten zunächst auf dieses Vorhaben.

Informationsstand am 31. August

Der Informationsstand des Aktionskreises steht am Samstag, den 31. August 2013 von 10:00 bis 17:00 Uhr am Von-der-Heydt-Platz (Fußgängerzone Herzogstraße vor C&A).

Der Aktionskreis Die Wuppertaler beantwortet hier Fragen zum aktuellen Stand der Planungen zur Erweiterung der City-Arkaden und informiert über die möglichen Folgen für die Elberfelder Innenstadt und die gesamte Stadt Wuppertal.

SPD fordert schnelle Klärung

In ihrer aktuellen Ausgabe 07/2013 von „rat aktuell“ bestätigt die SPD, dass die Zeitplanung des am 20. Februar beschlossenen Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan Nr. 1185 – Platz am Kolk/Kipdorf (Erweiterung der City-Arkaden) nicht mehr einzuhalten ist. Sie äußert sich enttäuscht über die Investoren, die „entgegen früherer Aussagen nicht über die Grundstücke für die Erweiterungsflächen [verfügen]“.

Um die Diskussion über mögliche Konsequenzen fortsetzen – oder möglicherweise auch beenden – zu können, fordert die SPD, „dass möglichst bald die Grundsatzfrage der Realisierbarkeit des Projektes beantwortet wird.“

Die komplette Ausgabe „rat-aktuell“ können Sie hier herunterladen.
(Der Artikel befindet sich auf Seite 4)

Weitere Hintergrundinformationen zum Postgebäude in der WZ newsline vom 26. Juli 2013:
„Telekomgebäude am Kolk wird zum Verkauf ausgeschrieben“

Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025 – unser Vorschlag

Konzept_Wuppertal_2025

Unser Vorschlag zur
Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025
Klick auf das Bild öffnet das PDF

+++ Siehe auch Nachtrag 8. September 2013 +++
„Wuppertal 2025 –
unser Vorschlag wurde nicht veröffentlicht“

Das Projekt „Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025“ wird heiß diskutiert – die Verunsicherung können wir gut nachvollziehen: Eine Politik, die einerseits eine Erweiterung eines 08/15 Shopping-Centers befürwortet – also genau das anstrebt, was nun wirklich (fast!) jede kleinere, mittlere  und größere Stadt macht – und gleichzeitig mit dem Motto „Wuppertal macht was anders“ Punkte sammeln möchte, ist widersprüchlich und befindet sich an der Grenze der Glaubwürdigkeit.

Nichtsdestotrotz: Die Idee „Wuppertal macht was anders“ finden wir absolut gut und richtig. Denn die verträgt sich nun wirklich nicht mit der Erweiterung der City-Arkaden. Ob und welche politischen Entscheider das Motto tatsächlich ernst meinen, können wir nicht beurteilen – die weitere Entwicklung wird es zeigen. Denn wie heißt es so schön: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!“

Wir gehen im Moment noch ganz optimistisch davon aus, dass die Stadt offen für die Ideen der Bürger ist – und möchten deshalb einen konstruktiven Beitrag leisten!

Grundlage für unseren Vorschlag im Rahmen der Bürgerbeteiligung Wuppertal 2025 sind die Anregungen, die wir durch Professor Klaus Schäfer im Rahmen unserer Veranstaltung am 6. Juni 2013 erhalten haben: Eine zukunftsweisende Stadtplanung orientiert sich an einer neuen Philosophie der Stadtentwicklung, nach denen eine Stadt bürgerfreundlicher, liebenswerter – und attraktiver werden kann. Keine Utopie – sondern in einigen deutschen Städten bereits gelebte Realität.

Diesen Vortrag fanden wir so inspirierend, dass wir eine differenzierte Ideenskizze entwickelt haben, wie sich eine solche Philosophie beispielhaft auf eine Neugestaltung des Platzes am Kolk übertragen lässt.
Somit gibt es nun nicht nur gute Argumente gegen die Erweiterung der City-Arkaden, sondern auch einen konkreten Ansatz, wie eine realisierbare Alternative aussehen könnte – die vielleicht sogar die Deutsche Telekom (die das Postgebäude laut Wuppertaler Rundschau zurzeit nicht an ECE verkaufen möchte) spannend finden könnte …

PDF-Download Ideenskizze Platz-am-Kolk, Die Wuppertaler