Die WZ-Umfrage

WZ_Umfrage„Erweiterung der City-Arkaden – ja oder nein?“
fragt die WZ Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger.
Hier sehen Sie die Antworten: zum Video

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Plant ECE einen Überflieger zum Saturn?

Gehört haben wir von dieser Idee schon mehrfach – doch nun haben wir auch einen konkreten Hinweis aus einer gut informierten Quelle: Offenbar zieht der Projektentwickler ECE auch in Erwägung, den Saturn-Markt mit einem weiteren Überflieger über die Morianstraße an die erweiterten City-Arkaden anzuschließen.
Eine solche Variante wäre nicht nur geografisch, sondern auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten naheliegend. Der Elektrofachmarkt fungiert in vielen Shopping-Centern – wie unter anderem in Essen, Remscheid oder Köln – als „Anker-Unternehmen“: Ein Publikumsmagnet, der als Kundenfrequenzbringer  Käufer dazu bewegt, das Shopping Center zu besuchen und – noch wichtiger – vor allem nicht mehr zu verlassen: Auch Saturn wäre dann bei Regenwetter trockenen Fußes von den Parkhäusern in der Hofaue zu erreichen – und der viel zitierte positive Abstrahleffekt auf die Elberfelder Innenstadt würde damit noch unwahrscheinlicher, als er ohnehin schon ist.

Eine dunkle Vorahnung?
War es eine dunkle Vorahnung, als der Bund Deutscher Architekten in seinem Brief vom 18. Februar 2013 forderte, der „Sündenfall Brücke – Morianstraße“ dürfe sich nicht wiederholen? Gemeint schien hier zunächst nur die angekündigte Überbauung der Freifläche Platz am Kolk. Dass nun im Rahmen der Erweiterung tatsächlich auch eine Dublette des Morianstraßentunnels möglich sein könnte, hatte der BDA wahrscheinlich selbst nicht ernsthaft einkalkuliert …

Vermutungen oder Tatsachen?
Allen, die uns möglicherweise vorwerfen werden, dass wir hier (noch) unbestätigte Vermutungen äußern, möchten wir folgendes entgegnen:
Erstens: Auch wir würden – insbesondere vor dem Hintergrund des engen Zeitplans – viel lieber über konkrete, offizielle Planungen diskutieren. Doch: Bis heute wurden, abgesehen von einer groben Skizze, keine detaillierten Pläne öffentlich, obwohl davon auszugehen ist, dass ECE allein aufgrund einer erforderlichen Wirtschaftlichkeitsplanung bereits recht genaue Vorstellungen haben muss, wie die City-Arkaden in Zukunft realisiert werden sollen.
Zweitens: Sollten uns bestätigte Hinweise zum Beispiel seitens ECE oder Stadtverwaltung vorliegen, die einen solchen Überflieger zum Saturn definitiv ausschließen, würden wir uns freuen – und diese Nachricht sofort auf dieser Internetseite veröffentlichen.

Noch immer fehlen Antworten
Auch nach mehr als einem Monat nach dem Beschluss zur Einleitung des Bauleitverfahrens gibt es noch immer keine Antworten auf die elementarsten Fragen:

  • In welchem Umfang sollen die City-Arkaden erweitert werden?
  • Inwieweit werden Eingriffe in die Straßenführung erwogen?
  • Welche Gebäude sollen abgerissen werden?
  • Was bedeutet die Formulierung, denkmalgeschützte Gebäude werden „einbezogen“?
  • Wie sieht „die über das gesetzliche Maß hinausgehende öffentliche Beteiligung“ konkret aus:
  • Wer kann sich wann in welcher Form beteiligen?

Die sinnvollste und wirksamste Möglichkeit, jegliche „Spekulationen“ von vornherein auszuschließen, läge darin, diese Fragen einfach zu beantworten…

 

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Und was schreibt der Oberbürgermeister?

Oberbürgermeister Peter Jung hat bereits eine Vielzahl von Briefen erhalten, in denen sich kritische Stimmen zur geplanten Erweiterung der City-Arkaden äußern. Auf mehrfachen Wunsch veröffentlichen wir hier das aktuelle Antwortschreiben, das uns freundlicherweise ein Unterstützer zur Verfügung gestellt hat.

Der 8-seitige Brief enthält
– ein Anschreiben
– die vierseitige Beschlussvorlage zur Ausschuss-Sitzung am 20.2. 2013
(Den Rückblick auf die Sitzung finden Sie hier)
– zwei Anlagen: Abbildungen, die den Umfang der geplanten Erweiterung skizzieren
– die öffentliche Bekanntmachung des Beschlusses
Den gesamten Brief können Sie als PDF am Ende des Artikels downloaden.

Zuvor noch folgende Anmerkungen:
Zur oben genannten Beschlussvorlage schrieb Georg-Eicke Dalchow, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband in einem offenen Brief an den Vorsitzenden des Ausschusses Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen, Herrn Michael Müller, bereits am 18. 2. 2013:

„Die Beschlussvorlagen erwecken den Eindruck, als sei die Entscheidung für eine Erweiterung der City-Arkaden in Verbindung mit der Überbauung des Platzes am Kolk und der Umwandlung der Straße Kipdorf in eine Sackgasse bereits gefallen.
Offensichtlich geht es bei dem Planungsprozess nur noch darum, dass die Auswirkungen „sorgsam ermittelt und betrachtet werden“ und dass „Strategien aber auch Reglementierungen zur Verhinderung bzw. Reduzierung von möglichen negativen Auswirkungen“ festgelegt werden.
Von einer Diskussion über Alternativen der Planung bzw. von einem möglichen Verzicht der Überbauung des Plates am Kolk ist nirgends die Rede.
Soweit wir informiert sind, soll ein endgültiger Beschluss der Planungen bereits im Frühjahr 2014 erfolgen.
Dieses Vorgehen lässt eine umfassende und ergebnisoffene Diskussion nicht zu.
Gerade eine solche Erörterung ist aber erforderlich, weil das Vorhaben in sehr erheblicher Weise in die städtebauliche und wirtschaftliche Struktur in Elberfeld eingreift.
Wir möchten Sie deshalb hiermit dringend bitten, einen Beschluss über die Bauleitplanung zurückzustellen und das Verfahren so zu organisieren, dass eine Bürgerbeteiligung möglich ist, bevor die Aufstellung eines Bauungsplanes beschlossen wird.“
Bekanntermaßen fand dieser Appell kein Gehör.

Zur öffentlichen Beteiligung: Wer? Wann? Wie?
In seinem Anschreiben führt Oberbürgermeister Jung aus:
„(…) Außerdem eröffnet das nun anlaufende Verfahren natürlich auch noch hinreichend Gelegenheiten, Anregungen und Bedenken einzubringen. Wegen der herausragenden Bedeutung des Vorhabens für die Innenstadtentwicklung werden wir eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit – und zwar über das gesetzliche Maß hinaus – sicherstellen (…)“

Wir fragen:
Welche „Gelegenheiten, Anregungen und Bedenken einzubringen“, werden das sein?
Wie sieht die über das gesetzliche Maß hinausreichende Beteiligung der Öffentlichkeit genau aus? Welche Verfahren sind geplant? Welche Einflussmöglichkeiten werden Wuppertaler Bürger haben? Und vor allem: Wann?
Diese Fragen bleiben in dem Brief leider genauso unbeantwortet wie die bereits in der Ausschuss-Sitzung gestellte Frage, mit welchen Teilnehmern die in der Beschlussvorlage angekündigten „Workshops“ besetzt werden.

Aber lesen Sie selbst: Antwortbrief Oberbürgermeister Peter Jung (Download PDF)

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Interview mit den Stadtplanern Rolf Junker und Stefan Kruse

722px-Radio_Wuppertal_logo.svg copyRadio Wuppertal-Chefredakteur Georg Rose hat mit zwei renommierten Wissenschaftlern gesprochen: Rolf Junker und Stefan Kruse vom Dortmunder Büro für Stadtforschung und Planung „Junker & Kruse“. Das knapp 20-minütige Interview bietet mit einer differenzierten Einschätzung eine ideale Grundlage für eine sachliche Diskussion.
Interview anhören

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Toccata & Money

Kantor Thorsten PechKantor Thorsten Pech zur Erweiterung der City-Arkaden mit einem optimistischen Schlussakkord in Dur:
„Ja zum Döppersberg-Umbau als Symbol für eine offene und zukunftsorientierte Stadt! Aber Nein zum Betonbau der City-Arkaden und statt dessen Schaffung eines Bürgertreffs für die Elberfelder!“
Sehen Sie hier das Video

WZ-Mobil zur Erweiterung der City-Arkaden

6. März 2013   „Die Zeit dreht sich weiter – und auch in Wuppertal muss etwas geschehen!“ Keine Frage. Doch die überwiegende Mehrheit derjenigen, die sich rund um das WZ-Mobil am Kipdorf versammelten, war sich einig: Natürlich braucht Wuppertal neue Lösungen – doch die Erweiterung der City-Arkaden ist der falsche Weg! Lesen Sie mehr in der der WZ